Roswitha Bernath

Roswitha Bernath ist immer in Bewegung – für die Seniorinnen und Senioren, auf ihren Velotouren oder in der Backstube. Seit 28 Jahren sorgt sie dafür, dass bei ihr im Dorf niemand allein ist. Die Bäcker-Konditorin ist bekannt für ihre Crème-Schnitten und ist frischgebackene Omi. Weg vom heissen Ofen zieht es sie aufs Eis – darauf tanzt sie leidenschaftlich gerne. Roswitha Bernath wurde von Pro Senectute Aargau für den Prix Merci 2026 nominiert.

Roswitha Bernath

«Ältere Menschen sind dankbar und glücklich, wenn man sich Zeit für sie nimmt – vor allem, wenn sie allein sind. Das wärmt mein Herz.»

Steckbrief Roswitha Bernath

Alter: 60 Jahre

Kanton: Aargau

Beruf: Bäckerin-Konditorin

Mein Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Ortsvertreterin bei Geburtstagsbesuchen und Haussammlungen sowie Leiterin einer Radsportgruppe

Meine Hobbys/Interessen: Eislaufen und -tanzen, Nordic Walking, Velofahren, Spazieren – ich bin ein Bewegungsmensch. Berufsbedingt backe ich für mein Leben gerne für andere. Neben meinem Engagement bei Pro Senectute organisiere ich seit über 20 Jahren im Seniorenteam unseres Dorfes Aktivitäten für ältere Menschen. Das macht mir viel Freude.

Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt: Im Dorf kennt man mich als Ansprechpartnerin für Seniorinnen und Senioren. Oft heisst es: «Wenn etwas ist, dann rufen wir Roswitha.» Viele nennen mich auch «Guetzlifrau», weil ich jedes Jahr über 100 Kilo Weihnachtsguetzli backe und verschenke. Besonders beliebt sind aber meine Crèmeschnitten – wenn ich den Seniorinnen und Senioren keine mitbringe, dann schimpfen sie mit mir (lacht).

Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich: Für Sport – vor allem fürs Eislaufen. Und in meinem Garten finde ich Ruhe, besonders nach einem hektischen Arbeitstag.

Darauf bin ich stolz: Auf meine beiden Töchter – und darauf, dass ich frischgebackene Omi bin. 

Das bringt mich zum Lachen: Meine Seniorinnen und Senioren bringen mich oft zum Lachen. Bei einer Senioren-Fasnacht hatten wir einen 90-jährigen Herrn, der mit grün gefärbten Haaren auftauchte. Das war herrlich.  

Darüber freue ich mich wie ein Kind: Wenn ich Seniorinnen und Senioren eine Freude machen kann und ein Anlass gelingt. Auch beim Velofahren mit meiner Radsportgruppe – besonders, wenn allen die Tour gefallen hat. Diese Momente halte ich gerne bildlich in meinem WhatsApp-Status fest. 

Das macht mir Sorgen: Die Weltlage macht mich betroffen. Ich möchte keine Bundesrätin sein, die Entscheidungen treffen muss.  

Das gefällt mir am am Älterwerden: Ich fühle mich eigentlich immer gleich alt. Ich bin fit, habe den Zugang zu den Menschen und gehöre dazu. Ich bin positiv gestimmt, dass auch ich im Alter gut umsorgt sein werde.

Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Ich habe jede Phase meines Lebens bisher genossen. Meine Kinder sind gut herausgekommen. Ich wüsste nicht, was ich vermissen sollte.

Roswitha, lieber dies oder das?

Frühaufsteherin Langschläferin
lieber unterwegs lieber zu Hause
Landluft Stadttrubel
Hund Katze
planen spontan sein
zuhören Diskussionen anreissen
auf Bewährtes vertrauen Neues ausprobieren
Postkarte WhatsApp-Nachricht

 

Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute

Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute: Ich habe vor 28 Jahren als junge Frau und Mutter bei Pro Senectute Aargau angefangen. Ich war neu im Dorf und als Österreicherin fühlte ich mich etwas als Aussenseiterin. Anfangs war ich unsicher, ob das passt mit den älteren Menschen. Aber ich bin in die Aufgabe hineingewachsen und habe mich dank dieser Tätigkeit schnell im Dorf integriert. Es macht mir viel Freude, älteren Menschen zu helfen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Von Pro Senectute werde ich gut unterstützt, egal um was es geht. 

Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement: Die Menschen sind so dankbar und glücklich, wenn man sich Zeit für sie nimmt – vor allem, wenn sie allein sind. Das wärmt mein Herz.

Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige: Zum 100. Geburtstag einer Frau im Dorf habe ich ihr 100 Gläschen selbstgemachte Konfitüre geschenkt. Sie hat sich riesig gefreut – nach und nach kamen alle leeren Gläschen wieder zu mir zurück.

Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich: Die Gespräche mit älteren Menschen berühren mich sehr. Ihre Lebenserfahrungen geben mir Kraft und inspirieren mich. Ich lerne von ihnen, das Beste aus dem Leben zu machen – was auch immer kommt.

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