Marie-Therese Sieber-Rechsteiner

Marie-Therese Sieber-Rechsteiner kann mit Smalltalk nichts anfangen – sie diskutiert lieber mit Tiefgang. Bei Pro Senectute findet sie anregende Gespräche mit ihren «Gspänli»: Vier Tage pro Woche hilft die 83-Jährige in der Administration. Ihre Freizeit gehört der Kultur, besonders Konzerten und dem Theater. Ans Aufhören denkt die ehemalige Lehrerin noch lange nicht. Marie-Therese Sieber-Rechsteiner wurde von Pro Senectute Kanton Zug für den Prix Merci 2026 nominiert. 

Sieber-Rechtsteiner

«Als Freiwillige kann ich jeden Tag Neues lernen.»

Steckbrief Marie-Therese Sieber-Rechtsteiner

Alter: 83 Jahre

Kanton: Zug

Beruf: Lehrerin, Prorektorin und Inspektorin (pensioniert)

Mein Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Unterstützung in der Administration von Pro Senectute Kanton Zug

Meine Hobbys/Interessen: Ich arbeite gern – für mich war das immer ein Dürfen, kein Müssen. Ich bin kulturinteressiert und gehe mit meinem Mann gerne nach Zürich an Konzerte oder ins Schauspielhaus. Klassische Musik begeistert mich; ich spiele Quer- und Blockflöte, früher auch im Quartett. Zudem ich lese viel und verfolge das Zeitgeschehen.

Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt: Wer mich kennt, weiss: Smalltalk liegt mir nicht, sondern ich ziehe es vor, wichtige Themen direkt anzusprechen. Ich schätze Gespräche mit Substanz. Mit mir kann man kritisch über Gott und die Welt diskutieren. Es reizt mich, immer wieder Neues zu lernen.

Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich: Ich nehme mir am Abend ein paar ruhige Minuten, lasse den Tag Revue passieren und denke nach. Meine Gedanken teile ich gerne mit meinem Mann – unsere Gespräche tun mir gut. 

Darauf bin ich stolz: Auf meine drei Kinder – sie sind mir das Wichtigste auf der Welt und die schlauste «Arbeit», die ich je vollbracht habe. Auch als die Kinder klein waren, war ich immer berufstätig und habe als Textil- und Hauswirtschaftslehrerin beruflich Erfüllung gefunden. Ich ging gerne in die Schule und ich war gerne zu Hause – dieser Ausgleich war für mich erholsam (lacht). 

Das bringt mich zum Lachen: Anregende Gespräche können schon mal lustig sein. Aber bitte keine langweiligen Witze.

Darüber freue ich mich wie ein Kind: Wenn ich am Morgen aufstehen und arbeiten gehen darf – oder auf einen Konzert- oder Theaterbesuch. 

Das macht mir Sorgen: Die heutige Weltsituation und dass es die jüngere Generation nicht leicht haben wird.

Das gefällt mir am am Älterwerden: Dem studiere ich nicht gross nach. Ich bin sehr dankbar, dass ich gesund bin und noch Energie habe.

Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Alles hat seine Zeit. Ich habe viele wunderbare Erinnerungen bis zurück in die Kindheit. Ich bin sehr dankbar über das Glück, das ich in meiner Ehe gefunden habe. Wir mögen uns auch heute noch.

Marie-Therese, lieber dies oder das?

Frühaufsteherin Langschläferin
lieber unterwegs lieber zu Hause
Landluft Stadttrubel
Hund Katze
planen spontan sein
zuhören Diskussionen anreissen
auf Bewährtes vertrauen Neues ausprobieren
Postkarte WhatsApp-Nachricht

 

Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute

Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute: Die Pensionierung war für mich ein schwieriger Übergang. Mir war klar, dass ich weiterhin eine Aufgabe und eine klare Tagesstruktur brauche. Deshalb war ich froh, als ich vor vielen Jahren bei Pro Senectute Kanton Zug eine spannende Tätigkeit gefunden habe. Ich helfe an vier Tagen pro Woche in der Administration aus. Anfangs war das für mich Neuland, doch ich konnte mich gut einarbeiten und viel dazulernen. Ich geniesse die Zusammenarbeit mit jüngeren Menschen. Besonders der Austausch mit den Lernenden ist für mich bereichernd. Ich erfahre, was sie bewegt und was sie in der Schule lernen. 

Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement: Ich kann jeden Tag Neues lernen. Ich habe das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und anderen nützlich zu sein. 

Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige: Ich spüre eine grosse Wertschätzung der Mitarbeitenden von Pro Senectute. Die Anerkennung bedeutet mir viel und ist für mich sehr bereichernd.

Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich: Ich schöpfe sehr Zufriedenheit aus dieser Tätigkeit. Ich schätze es, einen klaren «Stundenplan» zu haben, so wie früher in der Schule. Ich denke noch lange nicht ans Aufhören – solange ich die Energie dazu habe, arbeite ich weiter.

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