Lysiane Tissières Lovey & Paul-André Lovey
Lysiane Tissières Lovey und Paul-André Lovey beweisen, dass freiwilliges Engagement zu zweit gleich doppelt Spass macht. Das sportliche Paar ist mit Seniorinnen und Senioren aus dem Wallis beim Pétanque oder auf Wander- und Schneeschuhtouren anzutreffen. Während Lysiane auf Bergtouren gerne neue Gegenden entdeckt, erfreut sich Paul-André am meisten an einem Glacé auf dem Gipfel. Das Ehepaar wurde von Pro Senectute Valais-Wallis für den Prix Merci 2026 nominiert.
«Ich finde es schade, wenn man in den Ruhestand kommt und nur noch für sich selbst lebt. Wir sind noch in einem Alter, in dem wir etwas weitergeben können.»
(Lysiane Tissières Lovey)
Lysiane Tissières Lovey & Paul-André Lovey
Alter: 66 und 68 Jahre
Kanton: Wallis
Beruf:
Lysiane: Laborantin für Bakteriologie (pensioniert)
Paul-André: Gipser-Maler (pensioniert)
Unser Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Bewegung und Sport
Meine Hobbys:
Lysiane: Wandern, Berge, Lesen, Ausflüge mit Freundinnen, Theater, Kino, Reisen. Ich bin schon viel herumgekommen: Grönland, USA, China, Australien, Kanada, Marokko (Trekking), Tibet, Pakistan usw.
Paul-André: Pétanque, Bemalen von Vasen und Porzellan, Möbelaufbereitung.
Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt:
Lysiane: Ich bin sehr für andere da! Dieses Jahr habe ich mir jedoch vorgenommen, auch mal Nein zu sagen. Ich zeige viel Empathie, besonders gegenüber älteren Menschen.
Paul-André: Ich habe viel Einfühlungsvermögen und einen guten Draht zu Menschen. Man sagt, ich sei sympathisch und offen. Wenn es ein Problem gibt, versuche ich, eine Lösung zu finden.
Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich:
Lysiane: Lesen. Ich gehe auch gern ab und zu allein spazieren oder joggen.
Paul-André: Im Sommer gehe ich Heidelbeeren pflücken. Und in den Bergen gehe ich allein auf einen Gipfel und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Das tut gut und bringt mich auf andere Ideen.
Darauf bin ich stolz: Den Mont Blanc bestiegen zu haben. Und auch auf das, was ich in meinem Leben erreicht habe: eine schöne Karriere. Im Ruhestand habe ich mit Pro Senectute etwas Neues begonnen, denn ich konnte mir nicht vorstellen, einfach nichts zu tun. Das passt sehr gut für mich. Ich mag meine Tätigkeit als Leiterin für Wander- und Schneeschuhtouren, und ich schätze meine Seniorengruppe sehr. Mit meinem Mann, der ebenfalls Leiter ist, organisieren wir unsere Touren meist gemeinsam – wir betreuen drei Gruppen mit unterschiedlichen Niveaus.
Das bringt mich zum Lachen: Bei Filmen «La grande vadrouille» (deutscher Titel: «Drei Bruchpiloten in Paris»). Bei Komikern: Raymond Devos, Yann Lambiel. Oder auch Theaterkomödien.
Darüber freue ich mich wie ein Kind: Eine Bergtour in einer Gegend zu machen, die ich noch nicht kenne.
Das macht mir Sorgen: Die Situation in der Welt. Konflikte, unverantwortliche und verrückte Politiker.
Das gefällt mir am am Älterwerden: Zeit zu haben, nicht mehr von einem Termin zum nächsten hetzen zu müssen. Sich Zeit zu nehmen und Zeit zu haben.
Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Um Gleitschirm zu fliegen. Vor ein paar Jahren habe ich einen Tandemflug gemacht. Vielleicht im nächsten Leben! Und auch für mehr Alpinismus und um Klavier zu spielen. Man sollte immer Projekte fürs nächste Leben haben!
Lysiane, lieber dies oder das?
| Frühaufsteherin | Langschläferin |
| lieber unterwegs | lieber zu Hause |
| Landluft | Stadttrubel |
| Hund | Katze |
| planen | spontan sein |
| zuhören | Diskussionen anreissen |
| auf Bewährtes vertrauen | Neues ausprobieren |
| Postkarte | WhatsApp-Nachricht |
Darauf bin ich stolz: Für Pro Senectute bin ich stolz darauf, meine beiden Leiterdiplome für Wandern und Schneeschuhen erworben zu haben. Ebenfalls für Pro Senectute habe ich in Le Châble einen Pétanque-Club für ältere Menschen gegründet. Wir spielen jeden Mittwochnachmittag mit 36 Teilnehmenden, worauf ich sehr stolz bin. Wir müssen sogar Anfragen ablehnen! Das ist eine grosse Chance, und andere Pétanque-Clubs fragen mich inzwischen, wie ich das mache: Sie haben teilweise Mühe, neue Mitglieder zu gewinnen, insbesondere Frauen.
Das bringt mich zum Lachen: Eine kleine Berganekdote aus diesem Jahr: Einer der Teilnehmenden hielt sich die Wade und rief «Ich habe einen Anfall!». Ich sagte ihm, dass es nur ein kleiner Wadenkrampf sei. Ich musste lauthals lachen! In unseren Wander- und Pétanque-Gruppen herrscht eine super Stimmung, wir lachen viel.
Darüber freue ich mich wie ein Kind: Nach dem Aufstieg auf einen Berg oben eine Glace zu essen. Und sonst spiele ich sehr gern, zum Beispiel Karten, aber eigentlich interessieren mich alle Spiele. In dieser Hinsicht bin ich ein Kind geblieben. Ich gehe auch gern in die Spielwarenabteilungen von Geschäften.
Das macht mir Sorgen: Dass einem unserer Teilnehmenden etwas passiert – ein Schwächeanfall oder ein Unfall. Und die Welt steht nicht gut da, sie gerät ins Wanken, das macht uns etwas Angst. An der Spitze einiger Länder stehen Menschen mit äusserst, sagen wir, fragwürdigen Regierungsstilen, und wir sorgen uns vor einem möglichen dritten Weltkrieg.
Das gefällt mir am am Älterwerden: Ich mag ältere Menschen. Das war schon in meinem Beruf als Maler so. Ich habe viel für ältere Menschen gearbeitet. Sie haben viel zu erzählen.
Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Den Helikopterausweis machen – ich sehe die Welt gern von oben. Ich bin auch schon Gleitschirm geflogen.
Paul-André, lieber dies oder das?
| Frühaufsteherin | Langschläferin |
| lieber unterwegs | lieber zu Hause |
| Landluft | Stadttrubel |
| Hund | Katze |
| planen | spontan sein |
| zuhören | Diskussionen anreissen |
| auf Bewährtes vertrauen | Neues ausprobieren |
| Postkarte | WhatsApp-Nachricht |
Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute
Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute:
Lysiane: Um etwas von mir selbst zu geben. Ich finde es schade, wenn man in den Ruhestand kommt und nur noch für sich selbst lebt. Wir sind noch in einem Alter, in dem wir etwas weitergeben können.
Paul-André: Ich habe grosses Glück, mich im Ruhestand bei Pro Senectute engagieren zu können. Ich konnte nicht einfach nichts tun. Ich habe mich meiner Frau angeschlossen, die dort bereits freiwillig tätig war. Ich habe Zeit, ich habe zwei Arme und zwei Beine – wenn ich mein Bestes für andere geben kann, bin ich dabei!
Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement:
Lysiane: Das Lächeln der Menschen als Dank. Nach einer Wander- oder Schneeschuhtour ist das die schönste Belohnung.
Paul-André: Die Freundlichkeit der Teilnehmenden, die gute Stimmung. Und die bei Pro Senectute für die Organisation verantwortlichen Personen sind grossartig.
Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige:
Lysiane: Das Lächeln der Menschen als Dank. Nach einer Wander- oder Schneeschuhtour ist das die schönste Belohnung.
Paul-André: Die Freundlichkeit der Teilnehmenden, die gute Stimmung. Und die bei Pro Senectute für die Organisation verantwortlichen Personen sind grossartig.
Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich:
Lysiane: Kurz gesagt: Ich mache mir selbst eine Freude, indem ich anderen eine Freude bereite! In unserer Gruppe gibt es viele Momente, in denen wir gemeinsam lachen.
Paul-André: Ich finde freiwilliges Engagement sehr wichtig. Man sollte es machen, denn es gibt einem etwas zurück und stärkt das Verantwortungsgefühl. Es ist grossartig, die Leute schätzen mich sehr und können sich auf mich verlassen. Ich ermutige alle, die in den Ruhestand gehen, sich freiwillig zu engagieren – für sich selbst und für andere. Denn ohne Freiwilligenarbeit könnten gewisse Aktivitäten oder Veranstaltungen gar nicht stattfinden.