Nicole Bangerter
Nicole Bangerter ist auch bekannt als «Madame Desserts». Besonders beliebt bei den Seniorinnen und Senioren sind ihre Waffeln. Ihre Koch- und Backkünste lehrt sie den Männern im Kochkurs. Sie verbringt gerne Zeit in ihren drei (!) Gärten und verschenkt daraus reichlich Gemüse. Nicole Bangerter wurde von Pro Senectute Arc Jurassien für den Prix Merci 2026 nominiert.
«Mein Motto lautet: ‹Freude bereiten!›»
Steckbrief Nicole Bangerter
Alter: 88 Jahre
Kanton: Arc Jurassien (JU, JU BE, NE)
Beruf: Kauffrau für das Unternehmen Pro Routes (pensioniert)
Mein Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Verschiedene Aktivitäten wie Kochkurse für Männer, Mahlzeitendienst, Spielnachmittage oder Mittagstische
Meine Hobbys/Interessen: Wandern, Kochen, Gartenarbeit. Im Rahmen von Pro Senectute habe ich Wanderwochen organisiert. Ich war Mitglied im «Club Alpin des Dames», Sektion Prévôtoise. Für den Verein der Senioren von Tavannes bereite ich beim Seniorenessen im Gemeindehaus Desserts zu – Waffeln sind meine Spezialität. Ich koche auch für die Kirchgemeinde und ein Heim. Ausserdem gärtnere ich sehr gern: Ich habe drei Gärten. Wenn Sie nach Tavannes kommen, zeige ich sie Ihnen gern!
Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt: Für meine Kochkurse und meine Waffeln, die ich in ein Heim oder in die Kirchgemeinde bringe. Man nennt mich «Madame Desserts». Mein Motto lautet: «Freude bereiten!». Wenn sich die Menschen im Heim über meine Waffeln freuen, wärmt mir das das Herz. Aus meinem Garten verschenke ich auch vieles, zum Beispiel Lauch.
Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich: Ich gehe jeden Tag eine bis anderthalb Stunden spazieren.
Darauf bin ich stolz: Es ist weniger eine Frage von Stolz – aber wie gesagt, mein Motto ist: «Freude bereiten!»
Das bringt mich zum Lachen: Ich lache gern mit Menschen, mit meinen Freunden, wenn wir uns austauschen und unsere Erfahrungen teilen.
Darüber freue ich mich wie ein Kind: Für mich selbst zu kochen.
Das macht mir Sorgen: Nichts … ausser dass es schwierig ist, neue Freiwillige zu finden, die Mahlzeiten zu älteren Menschen nach Hause bringen.
Das gefällt mir am am Älterwerden: Ich habe das Glück, gesund zu sein und das tun zu können, was ich liebe. Kürzlich war ich mit einer Freundin in der Oper «La Bohème» von Puccini – es war wunderschön!
Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Ich würde dasselbe wieder tun. Vielleicht noch andere Gipfel besteigen. Zu meinem 50. Geburtstag habe ich einen «7000er» bestiegen: den Kun in Indien. Heute gehe ich einfach mit Senioren aus der Region Tavannes spazieren.
Nicole, lieber dies oder das?
| Frühaufsteherin | Langschläferin |
| lieber unterwegs | lieber zu Hause |
| Landluft | Stadttrubel |
| Hund | Katze |
| planen | spontan sein |
| zuhören | Diskussionen anreissen |
| auf Bewährtes vertrauen | Neues ausprobieren |
| Postkarte | WhatsApp-Nachricht |
Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute
Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute: Ich bereite den Menschen gern Freude, zum Beispiel mit meinen Kochkünsten oder bei gemeinsamen Ausflügen. Ich habe auch Wanderwochen organisiert. Die Menschen, für die ich mich etwa beim Mahlzeitendienst einsetze, sind oft allein, viele sind verwitwet. Sie zählen auf uns. Deshalb liefere ich mit meinem Auto zwei- bis dreimal pro Woche Mahlzeiten aus. Ich finde: Wenn man etwas gern tut, zählt man nicht!
Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement: Menschen zu begegnen und neue Orte zu entdecken, zum Beispiel Pontresina, wo wir gewandert sind.
Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige: Kochkurse für Männer zu organisieren. Ich koche sehr gern – gerade köchelt mein Geschnetzeltes vor sich hin.
Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich: Glück. Wenn ich helfen und einer Person Freude bereiten kann, die es braucht, wärmt mir das das Herz.