Rosmarie Fehrlin
Rosmarie Fehrlin ist ständig auf Achse. Sport gehört für sie einfach dazu und sie sorgt seit mehr als 50 Jahren dafür, dass die Seniorinnen und Senioren in Bewegung bleiben. Zwischen Sportkursen, Camperreisen und sechs Grosskindern findet sie kaum Zeit, die Füsse hochzulegen – höchstens fürs Lesen, ihre grosse Leidenschaft. Rosmarie Fehrlin wurde von Pro Senectute Kanton Schaffhausen für den Prix Merci 2026 nominiert.
«Als Freiwillige habe ich die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und mein Können weiterzugeben.»
Steckbrief Rosmarie Fehrlin
Alter: 78 Jahre
Kanton: Schaffhausen
Beruf: Sport- und Weiterbildungsleiterin (pensioniert)
Mein Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Sportkursleiterin und esa-Expertin
Meine Hobbys/Interessen: Eines meiner liebsten Hobbys ist das Reisen: Einmal im Jahr ziehe ich mit meinem Mann im Camper los. Ich bin in einem kleinen Literaturclub und spiele Ukulele in einer Gruppe. Sport gehört für mich einfach dazu – besonders gerne fahre ich Velo und gehe schwimmen. Und dann sind da noch meine sechs Grosskinder, die mir sehr viel Freude bereiten.
Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt: Für mein sportliches Engagement bei Pro Senectute, das schon lange ein wichtiger Teil meines Lebens ist.
Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich: Ich lese leidenschaftlich gerne und geniesse diese Zeit für mich.
Darauf bin ich stolz: Meine Zeit im Ausbildungsteam von Pro Senectute Schweiz – es war für mich ein Privileg, dafür angefragt zu werden. Insgesamt bin ich stolz zu sehen, dass meine Arbeit Positives bewirkt.
Das bringt mich zum Lachen: Meine Grosskinder! Oft auch die Teilnehmenden in meinen Kursen, mit ihren «wilden» Ideen, die sie einbringen.
Darüber freue ich mich wie ein Kind: Wenn die nächste Reise ansteht – besonders im Frühling, wenn es mit unserem Camper wieder auf Tour geht.
Das macht mir Sorgen: Sicher die aktuelle Weltlage. Aber auch die Angst von gewissen Krankheiten, die gerade im Alter auf einen zukommen können.
Das gefällt mir am am Älterwerden: Die Freiheit, Ja oder Nein sagen zu können und alles etwas gelassener zu nehmen. Mittlerweile fällt es mir leichter zu sagen: «Nein, da habe ich jetzt keine Lust drauf» (lacht). Ausserdem kann ich meine Zeit selbst einteilen und auch ganz spontan entscheiden, was ich machen möchte.
Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Um wieder Tennis spielen zu können – das musste ich aufgrund einer Arthrose leider aufgeben. Manchmal vermisse ich auch die Spritzigkeit von früher; gewisse Aktivitäten sind heute einfach nicht mehr möglich.
Rosmarie, lieber dies oder das?
| Frühaufsteherin | Langschläferin |
| lieber unterwegs | lieber zu Hause |
| Landluft | Stadttrubel |
| Hund | Katze |
| planen | spontan sein |
| zuhören | Diskussionen anreissen |
| auf Bewährtes vertrauen | Neues ausprobieren (...beides) |
| Postkarte | WhatsApp-Nachricht |
Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute
Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute: Ich habe Pro Senectute schon früher als Arbeitgeberin sehr geschätzt – vor allem die Freiheit, die mir entgegengebracht wurde. Als Freiwillige habe ich die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und mein Können weiterzugeben. Wiederum schenken mir die Freiwilligen viel Vertrauen und Dankbarkeit. Sowohl als ehemalige Arbeitnehmerin als auch als Freiwillige erlebe ich die Arbeit bei Pro Senectute als ein grosses «Geben und Nehmen».
Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement: Es macht mir grosse Freude, mein Wissen über Sport weiterzugeben und den Teilnehmenden etwas beizubringen, das sie im Alltag weiterbringt. Die Freude, die ich dabei empfinde, gibt auch mir viel zurück.
Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige: Oh, es ist schwierig, eines herauszupicken. Aber wenn ich so darüber nachdenke, kommt mir eine Woche im Wald in den Sinn, die wir mit Pro Senectute organisiert haben – mit Volkstanz, Spielen, Orientierungslauf und vielem mehr. Wir waren eine ganze Woche in der Natur, und alle waren einfach glücklich und gut gelaunt. Das war sehr schön.
Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich: Ich kann aus den Gesprächen mit den Seniorinnen und Senioren immer wieder wertvolle Impulse für mich mitnehmen. Das Vertrauen, das sie mir schenken, bedeutet mir sehr viel und erfüllt mich.