Marcel Müller

Marcel Müller lebt für die Musik. Mit seinem treuen Begleiter, dem Akkordeon, sorgt er bei den Seniorinnen und Senioren für Stimmung. Am meisten freut ihn, wenn sie bei guter Musik den Plausch haben. Seine Handorgelduo-Formationen sind über Nidwalden hinaus bekannt und haben ihn schon bis nach Bangkok und Peking geführt. Auch im Wohnmobil spielt bei ihm die Musik, wenn er wieder auf Reisen geht. Marcel Müller wurde von Pro Senectute Nidwalden für den Prix Merci 2026 nominiert.

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«Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind immer sehr schön. Oft höre ich, die Stubeten seien gut organisiert.»

Steckbrief Marcel Müller

Alter: 77 Jahre

Kanton: Nidwalden

Beruf: Supervisor im Triebwerkunterhalt von Kampfflugzeugen Tiger F5 (pensioniert)

Mein Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Organisator Tanznachmittage und Stubeten

Meine Hobbys/Interessen: Mein lebenslanger Begleiter ist die Musik, insbesondere das Akkordeon. Über 30 Jahre spielte ich in den Handorgelduo-Formationen Müller-Achermann und Müller-Schärli. Das Akkordeon-Spielen führte mich sogar bis nach Bangkok und Peking. Auch heute mache ich noch aktiv Musik, meistens an den Stubeten und Tanznachmittagen, die ich bei Pro Senectute Nidwalden organisiere. Ausserdem bin ich mit meiner Frau oft im Wohnmobil in ganz Europa unterwegs.

Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt: Die meisten Menschen in meinem Umfeld verbinden wohl die Musik und das Akkordeon mit meiner Person. Lustigerweise wurde ich im Dorf aber oft mit einem zweiten Marcel Müller, der ebenfalls Akkordeon spielt, verwechselt. Und das, obwohl er um einiges älter war als ich.

Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich: Fürs Velofahren und fürs Skifahren. Das sind zwar zwei Aktivitäten, die ich meistens zusammen mit meiner Frau mache. Aber gerade mit dem Velo möchte ich oft noch ein bisschen weiter nach oben. Und dank meinem E-Bike erreiche ich einen Hügel mehr als früher. Manchmal gehe ich allein Skifahren auf meinem Hausberg, der Klewenalp. Doch als Beckenrieder kenne ich so viele Leute, da bin ich selten lange allein.

Darauf bin ich stolz: Ich habe eine glückliche Familie, eine liebe Frau, zwei Töchter und drei Grosskinder. Musikalisch durfte ich sehr vieles erleben. Und ebenfalls bin ich stolz darauf, was ich beruflich erreicht habe. Die Arbeit hat mir Freude gemacht.

Das bringt mich zum Lachen: Wenn einer «chle s Chaub» macht (lacht). Und natürlich auch, wenn es bei Musikkonzerten lustig zu und her geht. Ich besuche immer wieder gerne schöne Handorgelduett-Konzerte.

Darüber freue ich mich wie ein Kind: Über ein gutes Akkordeon-Konzert kann ich mich sehr freuen. Und im gleichen Masse auch, wenn die Wohnmobil-Saison beginnt und ich mit meiner Frau wieder auf Reisen gehen kann.

Das macht mir Sorgen: Die aktuelle Weltlage ist sehr bedrückend. Und ich mache mir schon Gedanken, in was für einer Welt meine Grosskinder grosswerden. Aber bis zu einem gewissen Grad müssen wir es annehmen, wie es ist. Meine Eltern haben zwei Weltkriege erlebt und trotzdem ging es anschliessend wieder aufwärts. Ich finde es wichtig, positiv in die Welt zu blicken und den Jungen eine Perspektive zu geben.

Das gefällt mir am am Älterwerden: Ich verspüre keinen Druck mehr, seit ich pensioniert bin. Ich mag es sehr, meine Freizeit selbst gestalten zu können. Und es ist ein Privileg, weiterhin gesund zu sein. So ist es natürlich schön, älter zu werden. Auch an die Stubeten und Tanznachmittage, die ich bei Pro Senectute leite, gehe ich immer mit Freude hin.

Marcel, lieber dies oder das?

Frühaufsteherin Langschläferin
lieber unterwegs lieber zu Hause
Landluft Stadttrubel
Hund Katze
planen spontan sein
zuhören Diskussionen anreissen
auf Bewährtes vertrauen Neues ausprobieren
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Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute

Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute: Ein paar Jahre vor meiner Pensionierung hat mich Heiri Camenzind angefragt, ob ich Stubeten und Tanznachmittage organisieren möchte. Ich antwortete ihm: «Sobald ich pensioniert bin, können wir darüber diskutieren». 2012 habe ich dann zugesagt. Ein Glücksfall war, dass wir zu dieser Zeit mit dem Schützenhaus Herdern bei Waser Paul, dem sogenannten Herdern-Papst, in Ennetbürgen eine neue Lokalität mit genügend Platz fanden. So zählen wir heute an den Tanznachmittagen bis zu 90 Personen. An die Stubeten kommen durchschnittlich 25 Musikanten und ebenso viel Publikum aus Nidwalden, Obwalden, Luzern und Uri.

Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement: Wenn ich die Begeisterung der Musikerinnen und Musiker an den Stubeten und Tanznachmittagen spüre. Solange wir die Schützenstube füllen können, zeigt das mir, dass wir etwas richtig machen. Das ist mein persönlicher Antrieb, weiterzumachen.

Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige: In den ersten Jahren meines Engagements kam die Idee auf, mit Pro Senectute Kanton Glarus eine gemeinsame Stubete zu organisieren. In Glarus gab es damals ähnliche Anlässe wie bei uns. So besuchte eine Glarner Delegation unsere Stubete und umgekehrt.
Sehr schön sind auch immer die Rückmeldungen der Teilnehmenden. Oft höre ich, dass unsere Stubeten gut aufgegleist sind. Die Musikerinnen und Musiker schätzen es, dass alle drei Stücke spielen dürfen und der Anlass moderiert ist. Aus meiner Sicht ist das unser Erfolgsrezept.

Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich: Es macht mich sehr zufrieden, wenn ich sehe, dass die Teilnehmenden der Stubeten und Tanznachmittagen den Plausch haben und ständig wiederkommen. Es geht immer weiter, ich mache das nun seit 14 Jahren und immer noch mit grosser Freude.

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