Angelika Beeler-Reichlin
Angelika Beeler-Reichlin ist am liebsten unter Menschen – im Kreis der Familie oder in der Jassrunde. Dank ihres Bed and Breakfast kommt sie mit Gästen aus aller Welt in Kontakt. Es ist ihr ein grosses Anliegen, der älteren Generation etwas zurückzugeben. Besonders schätzt sie das Vertrauen, das ihr die Seniorinnen und Senioren entgegenbringen. Angelika Beeler-Reichlin wurde von Pro Senectute Kanton Schwyz für den Prix Merci 2026 nominiert.
«Die ältere Generation hat früher viel für uns geleistet – heute kann ich sie als Freiwillige unterstützen.»
Steckbrief Angelika Beeler-Reichlin
Alter: 67 Jahre
Kanton: Schwyz
Beruf: Poststellenleiterin (pensioniert)
Mein Einsatzbereich als Freiwillige bei Pro Senectute: Steuererklärungsdienst, administrativer Dienst
Meine Hobbys/Interessen: Am liebsten bin ich in Gesellschaft – beim Jassen oder mit der Familie, Freundinnen und Freunden und den Grosskindern. Ich lese auch gerne mal ein gutes Buch. Ich bin immer offen, Neues zu entdecken und reise entsprechend gerne. Mit unserem AirBnB kommen wir mit Menschen aus aller Welt in Kontakt – das gefällt mir sehr!
Dafür bin ich in meinem Umfeld bekannt: Als die spontane Person, die bei Abenteuern aller Art dabei ist.
Dafür nehme ich mir gerne Zeit für mich: Am liebsten für Aktivitäten, bei denen das Motto gilt: «nicht müssen, nur dürfen» - etwa für einen Ausflug mit meinem Mann oder für ein gutes Buch.
Darauf bin ich stolz: Auf das grosse Vertrauen, das mir die Menschen entgegenbringen – früher in meinem Beruf bei der Post und heute in meinem Engagement bei Pro Senectute.
Das bringt mich zum Lachen: Ich selbst! (lacht) Ich kann ganz gut über mich selbst lachen.
Darüber freue ich mich wie ein Kind: Wenn ich eine Herausforderung meistere - zum Beispiel, wenn ich ein kniffliges Sudoku löse.
Das macht mir Sorgen: Eigentlich nicht viel, denn Sorgen machen auf Vorrat bringt nichts! Deshalb versuche ich Situationen so zu nehmen, wie sie kommen. Probleme lasse ich auch einfach mal so stehen.
Das gefällt mir am am Älterwerden: Die Entschleunigung schätze ich sehr. Wenn ich abends noch einen Film schaue und es spät wird, erlaube ich mir am nächsten Morgen einfach auszuschlafen. Das ist schon sehr angenehm. Auch den Ruhestand ohne finanzielle Sorgen geniessen zu dürfen, empfinde ich als grosses Privileg. Gerade durch meine Arbeit im administrativen Dienst sehe ich immer wieder, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Und dabei wird einem auch bewusst, dass nicht-materielle Dinge mindestens genauso wertvoll und schön sein können.
Dafür wäre ich gerne nochmals jünger: Eigentlich für nichts – «Was gsi isch, isch gsi». Und sonst denke ich mir: Was neu kommt, kann ich noch lernen.
Angelika, lieber dies oder das?
| Frühaufsteherin | Langschläferin |
| lieber unterwegs | lieber zu Hause |
| Landluft | Stadttrubel |
| Hund | Katze |
| planen | spontan sein |
| zuhören | Diskussionen anreissen |
| auf Bewährtes vertrauen | Neues ausprobieren |
| Postkarte | WhatsApp-Nachricht |
Mein freiwilliges Engagement bei Pro Senectute
Darum engagiere ich mich bei Pro Senectute: Ich möchte der älteren Generation etwas zurückgeben. Sie hat früher viel für uns geleistet – heute können wir sie begleiten und unterstützen. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass hochbetagte Menschen den Kontakt zur jüngeren Generation nicht verlieren. Durch diesen Austausch werde ich oft zur Vertrauensperson. Zu erleben, dass mein Engagement geschätzt wird, bedeutet mir sehr viel.
Das motiviert mich in meinem freiwilligen Engagement: Die Freude älterer Menschen, wenn ich sie besuche. Obwohl wir uns im Steuererklärungsdienst nur einmal im Jahr sehen, ist es, als hätten wir uns erst letzte Woche gesehen.
Mein schönstes Erlebnis als Freiwillige: Die Fasnachtsanlässe während meiner Zeit bei der Ortsvertretung. Gerade für ältere Leute kann die Fasnacht schnell zu laut und zu voll werden. Durch unsere Anlässe konnten wir ihnen ermöglichen, in einem für sie passenden Rahmen an den Festivitäten teilzunehmen. Zu sehen, wie ausnahmslos alle glücklich nach Hause gingen, war jeweils der schönste Lohn für mich.
Das gibt mir freiwilliges Engagement persönlich: Eine grosse Zufriedenheit und Demut. Ich bin sehr dankbar, diese wertvolle Arbeit machen zu dürfen.