Osteoporose im Alter

In der Schweiz sind rund 525'000 Menschen von der chronischen Knochenerkrankung Osteoporose betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko und dadurch verursachte Brüche. Eine Diagnose bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie auf ein aktives Leben verzichten müssen. Erfahren Sie, wie Sie dank gezielter Behandlung im Alltag aktiv, sicher und selbstbestimmt bleiben.

Ältere Frau macht Stretchübung im Wald.

«Für mich ist es unerlässlich, aktiv zu bleiben, mit Sport, Krafttraining, Yoga und ausgiebigen Spaziergängen. Das hält mich und meine Knochen fit.»

Das Wichtigste in Kürze

  • Osteoporose ist eine chronische Knochenerkrankung, bei der die Knochen an Stabilität verlieren. 
  • Frauen nach der Menopause erkranken deutlich öfter an Osteoporose als Männer. 
  • Die Erkrankung verursacht im Alltag oft lange keine Beschwerden und wird häufig erst nach einem Knochenbruch erkannt. 
  • Bewegung, ausgewogene Ernährung und eine frühzeitige Behandlung helfen, das Risiko für Knochenbrüche zu senken.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der mehr Knochensubstanz abgebaut als neu gebildet wird. Dabei verlieren die Knochen nach und nach an Stabilität und können leichter brechen. Selbst alltägliche Belastungen oder leichte Stürze können dann zu Knochenbrüchen führen. Osteoporose zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im höheren Alter.

Fachpersonen unterscheiden zwischen zwei Formen:

  • Die primäre Osteoporose tritt meist alters- oder hormonbedingt und ohne andere erkennbare Grunderkrankung auf.
  • Bei der sekundären Osteoporose hingegen verursachen eine andere Krankheit oder Medikamente den Knochenabbau.

Weil die Krankheit lange keine Beschwerden verursacht, wird sie oft als «stille Knochenerkrankung» bezeichnet.

Wer ist besonders von Osteoporose betroffen?

In der Schweiz leben rund 525'000 Menschen mit Osteoporose, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Besonders nach der Menopause steigt das Risiko für Osteoporose aufgrund hormoneller Veränderungen an.

Insgesamt hat etwa jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre ein erhöhtes Risiko für Osteoporose bedingte Knochenbrüche. Besonders häufig betroffen sind dabei die Wirbelsäule, die Hüfte sowie der Unter- und Oberarm.

Die wichtigsten Risikofaktoren

  • Höheres Alter (Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr) 
  • Weibliches Geschlecht und Menopause 
  • Osteoporose in der Verwandtschaft 
  • Bewegungsmangel 
  • Untergewicht oder Mangelernährung 
  • Übermässiger Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Unausgewogene Ernährung, insb. Vitamin-D und Calcium-Mangel 
  • Bestimmte chronische Erkrankungen und Medikamente

Welche Symptome können auf Osteoporose hinweisen?

Osteoporose verursacht oft lange keine Beschwerden und wird häufig durch Zufall oder erst bei einem Osteoporose bedingten Knochenbruch entdeckt. 

Hinweise auf Osteoporose, insbesondere ab dem 50. Lebensjahr

  • Neu auftretende, plötzlich einsetzende Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache
  • Knochenbrüche, die ohne grössere Krafteinwirkung unter alltäglichen Belastungen entstanden sind
  • Zunehmende Verkrümmung der Wirbelsäule, Rundrücken oder veränderte Körperhaltung
  • Abnahme der Körpergrösse um mehr als 4 cm im Laufe des Erwachsenenlebens

Wann empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung zu Osteoporose?

Es lohnt sich, ärztlichen Rat einzuholen, wenn bei Ihnen die obenstehenden Symptome eintreten und zudem:

  • wenn Osteoporose in Ihrer Familie vorkommt.
  • wenn bei Ihnen die Menopause vor dem 45. Lebensjahr eintritt.
  • wenn bei Ihnen bereits eine Osteopenie oder Osteoporose festgestellt wurde und neue Schmerzen auftreten oder Sie einen Sturz erlitten haben.

Online-Check für Selbsteinschätzung 

Schätzen sie ihr persönliches Osteoporose-Risiko mit dem Online-Risiko-Check der Rheumaliga Schweiz einfach ein. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann ein Gespräch mit einer medizinischen Fachperson helfen, um das Resultat besser einzuordnen. 

Wir beraten Sie und Ihre Angehörigen zu Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention.

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Wie wird Osteoporose behandelt?

Auch mit Osteoporose ist ein aktives und selbstbestimmtes Leben möglich. Eine zielgerichtete Behandlung und vorbeugende Massnahmen helfen Ihnen dabei, Knochenbrüche zu verhindern und so Ihre Lebensqualität zu erhalten. 

Halten Sie mit regelmässigen Spaziergängen, Velofahren, Schwimmen, Krafttraining und Gleichgewichtsübungen ihre Knochen stabil.

Pro Senectute bietet diverse Bewegungs- und Sportkurse, um im Alltag aktiv zu bleiben. Mit DomiGym können sie auch regelmässig mit einem persönlichen Coach in Ihrem Zuhause trainieren. 

Um stabile Knochen zu erhalten ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Insbesondere diese Nährstoffe sind für den Knochenerhalt wichtig: 

Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Calcium und trägt zur Muskelkraft bei. Regelmässige Aufenthalte im Freien fördern die körpereigene Bildung von Vitamin D.

Medikamente können zusätzlich den Abbau der Knochensubstanz verlangsamen und gleichzeitig deren Aufbau fördern. Die Einnahme von Medikamenten sollte zwingend ärztlich abgeklärt werden. Sie kann insbesondere bei einem erhöhtem Frakturrisiko sinnvoll sein, das nicht durch einfache Lebensstilmassnahmen gesenkt werden kann.

Viele Osteoporose bedingte Brüche entstehen durch Stürze. Aus diesem Grund ist es wichtig, Stürzen mit vorbeugenden Massnahmen entgegenzuwirken.

Übermässiger Alkohol- und Nikotinkonsum können den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen und das Sturzrisiko erhöhen. 

Bewegung hilft bei Osteoporose. Finden Sie Kurse und Aktivitäten in Ihrer Nähe.

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Diese Inhalte sind in Zusammenarbeit mit der Rheumaliga Schweiz entstanden. 

Die Rheumaliga Schweiz bietet ihrerseits diverse Kurse, Dienstleistungen und weitere Informationen rund um das Thema Osteoporose an: